Change Management - Eine große Herausforderung

Täglich hören wir in Gesprächen, besonders mit potenziellen Kandidaten, dass Unternehmen umstrukturieren, dadurch der Arbeitsplatz immer unsicherer und unattraktiver wird und so die Wechselmotivation der Mitarbeiter gestärkt wird. Gerade die IT-Welt wird durch enorme technologische Neuerungen stark beeinflusst und wird immer volatiler, also beweglicher. Dies wurde schon von Spezialisten vor über 20 Jahren erkannt.
In einer Zeit des Fachkräftemangels können es sich die Unternehmen jedoch nicht erlauben Mitarbeiter zu verlieren. Von der anderen Seite betrachtet, müssen Unternehmen neuen Mitarbeitern ein stabiles und positives Umfeld bieten.
Wie kann man nun in Zeiten des Wandels das Arbeitsumfeld stabiler und attraktiver gestalten, so dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen?
Die Antwort darauf lautet unter anderem ein gutes Change Management.

Change Management bedeutet hier, den Wandel im Unternehmen zu gestalten. Es schafft ein veränderungsfreundliches Klima und stellt eine positive Umgebung für Veränderungsideen zur Verfügung. Im modernen Change Management werden gleichermaßen harte und weiche Faktoren berücksichtigt. Zu den harten Faktoren gehören die Unternehmensziele. Psychosoziale Faktoren zählen zu den weichen Faktoren und sind weniger greifbar und eher langfristige Faktoren innerhalb der Veränderung. Einstellungen, Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeiter sowie Führungskompetenzen stellen unbewusste, aber sehr wichtige Rahmenbedingungen für die Veränderungsmaßnahme dar.
Die Betroffenen müssen hier den Sinn hinter der Veränderung erkennen und durch eine starke und glaubwürdige Vision davon überzeugt werden.

Folgende Punkte sollten dabei schwerpunktmäßig beachtet werden:

• Ziele als positive Vision kommunizieren
• Bedürfnisse erkennen
• Hohe Kommunikation
• Einbezug aller Beteiligten und Betroffenen
• Koalitionen bilden
• Hohe Sozialkompetenz der Change Manager

Hier nehmen gerade Führungskräfte eine besondere Rolle ein. Sie müssen den normalen Geschäftsbetrieb aufrechterhalten, oftmals aber auch als Change Manager fungieren.

Er muss eine Affinität für die Arbeit mit Menschen mitbringen, ihre Sorgen und Nöte aufnehmen und verstehen. Er muss sich auf jede Situation neu einstellen und bildet damit eine Brücke zwischen dem Management und den Betroffenen. Wie man hier sehen kann, ist der Veränderungsprozess in Unternehmen eine sehr komplexe Angelegenheit, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. Man sollte jedoch nie nur die harten Faktoren und reine Zahlen ins Auge fassen. Dies kann schnell zur Unzufriedenheit und hoher Fluktuation bei Mitarbeitern führen. Gerade in der IT-Branche, die von Grund auf starken Veränderungen unterliegt, sollte man gezielt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen.

Gute IT-Kräfte können sich den Arbeitgeber bei einer 1%-igen Arbeitslosigkeit in der deutschen IT-Branche aussuchen. Die Unternehmen müssen heutzutage umdenken und schauen, was Sie den (zukünftigen) Mitarbeitern bieten können. Oftmals wird die Attraktivität eines Unternehmens nicht im Gehalt, sondern einem stabilen, positiven Umfeld gemessen.